Fachforum: AG „Allerlei statt Einheitsbrei!- Dialog über den Tellerrand hinaus”

29 Jan 2018 no comments Nils Brabandt Categories Allgemein

Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe lag in der Vermittlung der religiösen und überzeugungsgebundenen ernährungsspezifischen Aspekten und Erarbeitung der Möglichkeiten der Berücksichtigung der jeweiligen Speisevorschriften in der Schulverpflegung.

Im ersten Teil des Workshops wurden Ernährungsformen im Allgemeinen und etwas detaillierter die Religionen und religiöse Speisevorschriften im Christentum, Islam und Judentum vorgestellt. Auf die buddhistischen und hinduistischen Speisevorschriften wurde nur kurz eingegangen, da diese Glaubensrichtungen laut Teilnehmenden in den brandenburgischen Schulen kaum vertreten sind bzw. nicht öffentlich ausgeübt werden und kein Interesse zu diesen Themen bestand.

Im weiteren Verlauf wurden unter Berücksichtigung der Einflussfaktoren bei der Organisation der Schulverpflegung (Beschaffung, Lagerung, Vorbereitung, Reinigung etc.) die Möglichkeiten der Rücksichtsnahme auf die religiöse Speisebedürfnisse besprochen. Ein großes Interesse wurde bei dem Inklusionsansatz der muslimischen Speisevorschriften signalisiert. In der nachfolgenden Diskussion wurden folgende Schritte/Empfehlungen herausgearbeitet:

– Arbeitskreise “Mensa” oder “Schulverpflegung” bilden
– den Bedarf an Inklusion der Speisevorschriften ermitteln (z.B. Elterngespräche)
– falls Bedürfnisse an Einhaltung bestimmter Speisevorschrift der SuS berücksichtigt werden, die Umstellung transparent gestalten und kommunizieren
– Machbarkeit prüfen (zusätzliche Räumlichkeiten, Technik, Finanzierung)
– Kontakt mit Religionsgemeinden herstellen (um z.B. die Liste der Lieferanten/Hersteller bestimmter Lebensmittel mit einem Halal-Siegel)
– Kennzeichnung der Speisen verständlich und zielgruppenorientiert gestalten (Zahlen für bestimmte Zutaten in einem Aushang an der Wand werden nicht immer gesehen oder gelesen)