Fachforum: AG „Die Küche im Dorf lassen – Gesund essen, lokal agieren“

29 Jan 2018 no comments Nils Brabandt Categories Allgemein

Zu Beginn des Workshops wurden drei Fragen gestellt:

Wo sind wir?
Wo wollen wir hin?
Was können wir dafür tun?

Anstatt direkt nach Antworten zu suchen wurden in zwei Kleingruppen weitere Fragen gesammelt, die sich auf die Thematik bezogen und diese drei Ausgangsfragen zur Grundlage hatten. Das geschah spontan und spielerisch, wobei die Teilnehmenden jeweils aus ihrer Position heraus argumentierten. Diese Positionen waren bunt gemischt, es gab z.B. einen Landwirt, einen Caterer und einen Politiker. Dadurch konnte das Thema von vielen Seiten beleuchtet werden.

Die gesammelten Fragen wurden auf Kärtchen an ein Board gepinnt und thematisch sortiert. Die übergeordneten Bereiche waren:

Schulküchen?
Finanzierung?
Autark und unabhängig?
Lokale Beteilige – Catering, Landwirt*innen, Schulleiter*innen, Eltern, Schüler*innen, Politiker*innen?

Anhand einer Leiste von realistisch bis utopisch wurden in einem hypothetischen Rollen- und Frage-Antwort-Spiel die Kärtchen angeordnet. Dabei stellte sich heraus, dass viele Dinge machbar waren, z.B. die Errichtung von Schulküchen, die Änderung des Schulgesetzes und vor allem die Einführung eines neuen Schulfachs: Ernährung.

Mit diesem Schulfach, in dem den Schüler*innen nicht nur Ernährungsfragen, sondern auch die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenhänge rund um Ernährung vermittelt werden sollten, ließen sich die meisten der Probleme und Fragen lösen. Dabei würde der Unterricht auch praktisch gestaltet werden – in den vorhandenen Schulküchen, beim Caterer vor Ort (oder Caterer in der Schule) oder auf den Feldern des Schulgartens oder lokaler Landwirt*innen.

Mit diesem Ergebnis, der Einführung des Schulfachs „Ernährung“, zeigten sich alle Teilnehmenden zufrieden und konnten ihre jeweiligen Interessen gewahrt wissen.